Subduralhämatom

Ein akutes Subduralhämatom verteilt sich als Blutfilm an der Innenseite der harten Hirnhaut und drückt von hier auf die angrenzende Hirnoberfläche.

Blutungsquellen sind entweder eingerissene Venen oder durch den Aufprall eingerissene Bezirke der Hirnoberfläche.

Dann findet sich im CT typischerweise eine Kontusionszone des betroffenen Hirnbereiches, d.h. ein Abschnitt oberflächlicher Großhirnrinde ist infolge des inneren Aufpralls an den Schädelknochen verletzt und eingerissen, sodass im Hirngewebe fleckförmige Blutungen zu sehen sind. Aus dem betroffenen Bereich tritt Blut auf die Hirnoberfläche aus, verteilt sich in den angrenzenden Hirnwindungsspalten zu einer subarachnoidalen Blutauslagerung, größere Mengen Blutes bilden einen subduralen Blutfilm.

Kommt es hierunter zu einer gefährlichen Bedrängung von Gehirnanteilen, muss eine Subduralblutung auch operiert und ausgeräumt werden. Hat sich infolge des Gesamtverletzungsmusters bereits ein Hirnödem gebildet, muss entschieden werden, ob die Ausräumung des Subduralhämatoms mit einer Entlastung der betroffenen Hirnhälfte über Entnahme eines großen Knochendeckels kombiniert wird.

Die Knochenstücke werden dann bis zum Wiedereinsetzen in die Bauchdecke des Patienten eingepflanzt.
Nach derartigen Entlastungs-Operationen muss wegen der Hirnschwellung und begleitenden weiteren Hirnverletzungen die Narkose/Analgosedation unbedingt fortgesetzt werden. Oft erhalten die Patienten eine Hirndrucksonde eingesetzt, um die Entwicklung der Hirnschwellung weiter überwachen zu können und durch Feinabstimmung in der Therapie darauf reagieren zu können.