Dynamische Stabilisierung

Degenerative Veränderungen, speziell an der LWS, können oft zu einer Lockerung von einzelnen oder mehrerer Bewegungssegmente führen. Hierunter versteht man eine sogenannte Instabilität. Lange Zeit kam zur operativen Behandlung von Wirbelsäuleninstabilitäten ausschließlich eine sogenannte 360° Fusionsmaßnahme in Frage, also eine definitive Verblockung.

In der Zwischenzeit versucht man bei Patienten mit intakten Knochenverhältnissen und nicht zu weit fortgeschrittenem Wirbelgleiten eine Stabilisierungs-OP durchzuführen, bei der zumindest teilweise die natürliche Beweglichkeit erhalten bleibt. Hierfür sind in den letzten Jahren sogenannte dynamische Stabilisierungs- oder Verschraubungssysteme entwickelt worden sowie Spreizersysteme, die zwischen den Dornfortsätzen eingesetzt werden und damit durch eine erneute Spannung des Bandapparates an der WIrbelsäule, die verlorene Stabilität wieder herstellen.