XLIF

Bei XLIF handelt es sich um eine OP-Methode, bei der eine operative Stabilisierung eines Abschnitts der Lendenwirbelsäule bzw. eines Bewegungssegmentes über einen seitlichen operativen Zugang vorgenommen wird.

Dieser Eingriff ist aus technischen Gründen an der untersten Bandscheibe L5/S1 (wegen des Beckens) nicht möglich.

Über einen 3-4cm langen Hautschnitt an der Flanke wird auf dem direkten Weg die Wirbelsäule aufgesucht, ein Platzhalterwird in den Bandscheibenraum plaziert und je nach Erfordernis gleichzeitig mit einer Platte an der Wirbelsäule fixiert. 

XlifDiese Methode kommt bei entzündlichen oder tumorösen Erkrankungen der Lendenwirbelsäule oder aber auch bei degenerativen Veränderungen der Bandscheiben zum Einsatz, also bei gering ausgeprägter Instabilität der Lendenwirbelsäule.

Diese OP kommt vor allen Dingen dann in Frage, wenn der Wirbelkanal nicht eröffnet werden soll und bietet eine echte Alternative zu den operativen Zugängen zur Wirbelsäule durch den Bauch oder aber über den Zugang vom Rücken.

Dieser Zugang ist äußerst gewebeschonend und wird wie alle stabilisierende Operationen an der Lendenwirbelsäule unter gleichzeitigem "intraoperativen Monitoring" zum größtmöglichen Schutz der Nervenwurzeln durchgeführt. Hierbei ist keine Durchtrennung von Muskeln oder Bändern erforderlich, es ist kein längerstreckiges Ablösen von Muskulatur an der Wirbelsäule notwendig und es können trotz kleiner operativer Zugänge vergleichsweise große Implantate eingebracht werden.

Ziel eines solchen Eingriffes ist die höchst mögliche Patientenschonung, eine indirekte Entlastung von Nervenstrukturen durch Wiederherstellung des Durchmessers von Nervenwurzellöchern und der ursprünglichen Bandscheibenhöhe. Es ist meistens eine gute Wiederherstellung des normalen Wirbelsäulenprofils möglich.