Durchblutungsstörungen an den Beinen

oder "periphere arterielle Verschlusskrankheit", paVk.

In enger Zusammenarbeit mit den Gefäßchirurgischen Abteilung am Diakonischen Krankenhaus und den niedergelassenen Gefäßspezialisten versorgen wir Patienten mit Gefäßerkrankungen an den Beinen (häufig kombiniert mit Diabeteserkrankung), die mit allen bisherigen Maßnahmen keine Besserung ihrer Beschwerden erreicht haben. Desweiteren arbeiten wir eng zusammen mit dem neu gegründeten “Wundzentrum", in welchem “offene Füße oder Beine" behandelt werden. Auch diesen Erkrankungen liegen häufig Durchblutungsstörungen zugrunde.

Sofern alle konservativen und operativen Maßnahmen keinerlei Besserung ergeben, kann eine elektrische Stimulation des Rückenmarks eine sehr wirksame Behandlung sein. Die Besserung äußert sich als erstes durch ein Wärmegefühl in dem ansonsten als kalt empfundenem Bein sowie ein leichtes angenehmes Kribbeln im betroffenen Bein. Häufig ist schon nach einigen Stunden eine verbesserte Durchblutung im Bein oder Fuß meßbar. Gleichzeitig wird der in der Regel vorhandene Dauerschmerz unterdrückt (vgl. “Nervenstimulation").

Erreicht wird dieses Ergebnis durch eine Elektrode, die in örtlicher Betäubung in der Wirbelsäule plaziert wird. Es erfolgt dann eine 10tägige Testphase und sofern eine einerseits subjektive Besserung erreicht wird und andererseits eine objektivierbare Verbesserung der Durchblutung, wird dann in einem 2. Eingriff eine Stromquelle (Nervenschrittmacher) unter die Haut implantiert.

Der 2. Eingriff kann entweder in örtlicher Betäubung oder in Kurznarkose durchgeführt werden. Außer den erwähnten Effekten wie Linderung der Schmerzen, Verbesserung der Durchblutung und erneuten Erwärmung des Beines führt dieser Eingriff häufig zu einem Abheilen von chronischen, offenen Wunden. Die Amputationsrate kann gesenkt werden, der Schmerzmittelverbrauch wird entscheidend reduziert.