Thermodenervation

Die Thermodenervation (Hitzebehandlung der Wirbelgelenke) kommt zum Einsatz, wenn eine gezielte Infiltration an den Wirbelgelenken mit Lokalanästhetikum unter gleichzeitiger Röntgenkontrolle eine kurzzeitige, wesentliche Besserung der Wirbelsäulenschmerzen erbrachte.

Dann kann mittels punktueller Wärmetherapie (ca. 80°C) und mit Hilfe einer Spezialnadel die Schmerzfaser, die vorher durch das Lokalanästhetikum betäubt wurde, operativ unterbrochen werden ("Thermodenervation").

Diese Therapie wird sehr häufig bei Rückenschmerzen an der unteren Wirbelsäule angewandt, kann aber auch bei Schmerzen an der Hals- oder Brustwirbelsäule angewandt werden. Es handelt sich hierbei um einen sehr risikoarmen Eingriff, der ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten.

ThermodenervationDie Erfolgsrate liegt bei etwa 75%. Da sich die Nerven im weiteren Verlauf wieder erholen oder neu bilden können, und die Rückenschmerzen dann auch wieder auftreten können, ist manchmal nach Monaten oder auch noch später, ein erneuter Eingriff notwendig.