Nucleoplastie

Bei Bandscheiben-Vorwölbungen (BSV) oder sehr kleinen BSV an der Lendenwirbelsäule (LWS) kann eine Nucleoplastie sinnvoll sein. Bei diesen Verfahren wird ambulant und in örtlicher Betäubung eine Sonde auf der betroffenen Seite in die Bandscheibe platziert und nun wird innerhalb der nächsten 15-30 Minuten Bandscheibengewebe innerhalb der Bandscheibe erhitzt und teilweise verdampft.

Hierdurch kommt es zu einer Schrumpfung der Bandscheibe und somit zu einem verminderten Druck auf die Bandscheibenvorwölbung und somit wiederum zu einer Druckentlastung des Nerven.

Der Rückenmarkskanal wird hierbei nicht eröffnet und bleibt unangetastet. Nach einer solchen Operation wird die Wirbelsäule gelegentlich durch eine Bandage stabilisiert, dann erfolgt eine krankengymnastische Nachbehandlung. Der Eingriff ist kaum mit Schmerzen verbunden.